Session 4: Micro-Influencer vs. Promi/Testimonial
Authentizität ist das Zauberwort im Influencer Marketing und der Grund, warum kleine Influencer für Marketing-Kampagnen immer interessanter werden. Denn wie glaubwürdig können die großen Insta-Stars mit mehreren Hunderttausend oder Millionen Followern noch sein, wenn sie gefühlt nur noch austauschbaren, lieblosen Paid Content für Unternehmen produzieren?
Kampagnen mit Micro-Influencern
„Weniger ist manchmal mehr“ – mindestens tausend Mal haben wir diesen Spruch schon zu hören bekommen und trotzdem, im Falle der sogenannten Micro-Influencer bewahrheitet er sich: Ja, ihre Reichweite und ihre Professionalität sind gering(er), doch wodurch sie glänzen, ist ihre besonders hohe Engagement-Rate. Grundsätzlich ist zu beobachtent: Je weniger Follower, desto mehr melden sich zu Wort. Doch woran liegt das? Zum einen daran, dass Micro-Influencer oft ein Nischenthema besetzen und sich auf eine bestimmte Branche fokussieren, für die auch ihre Followerschaft brennt. Sprich: Hier kommt eine Community zusammen, die gemeinsame Interessen teilt und dadurch der Austausch sehr hoch ist. Micro-Influencer sprechen ihre Follower direkt an, pflegen die Beziehung zu ihnen und sind dadurch so authentisch und engagiert. Bewerben sie ein Produkt, stehen sie in der Regel auch dahinter und produzieren charismatischen Content, mit dem sie dann direkt ihre Zielgruppe ansprechen.

Und genau diese Glaubwürdigkeit gepaart mit der hohen Interaktionsrate spielt dann den Unternehmen bei ihren Marketing-Kampagnen in die Karten. Denn in Zusammenarbeit mit Micro-Influencern können sie ihr Produkt viel gezielter mit einem engagierten Publikum verbinden. Der Brandfit spielt dabei eine wichtige Rolle: Micro-Influencer erweisen sich oft als markentreuer und stehen hinter den Produkten, die sie vorstellen bzw. bewerben. Das bemerken natürlich ihre Follower und kaufen. Was außerdem noch für die Zusammenarbeit mit kleinen Influencern spricht, ist das Budget. Im Gegensatz zu Celebrities verlangen sie viel weniger, manchmal sogar gar kein Geld für ihre Postings. Und weil Reichweite trotz allem ein wichtiger Aspekt im Influencer Marketing ist und bleibt, wird diese auf anderem Weg generiert. Nicht über die Anzahl der Follower, sondern über die Anzahl der Kooperationen mit Kleinst-Influencern.
Was spricht jetzt überhaupt noch für Stars & Macro-Influencer?
Immer noch – auch, wenn es mittlerweile etwas „old school“ klingt: die enorme Reichweite. Denn eine Zusammenarbeit mit Macro-Influencern und Promis bringt der Marke schnell viel Aufmerksamkeit. Durch die professionelle Betreuung, Umsetzung und das Reporting behält das Unternehmen bei einer Makro-Influencer-Kampagne außerdem die größtmögliche Kontrolle. Hier wird nichts dem Zufall überlassen: Der Content wird von Art, über Umfang bis hin zum Timing durchgeplant. Wer also das nötige Kleingeld übrig hat und lediglich seine Bekanntheit schnell steigern möchte, setzt auf die Stars der Influencer-Szene.
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