Es bleibt kompliziert im Content Marketing. Ein Grund ist – selbstverständlich – das KI-Fegefeuer, durch das sich die Branche je nach Perspektive prügelt oder prügeln lässt. Immerhin wird die „Adopt AI or Die“-Rhetorik in reflektionsstarken Medien mittlerweile kritisch hinterfragt. Sich daran zu erinnern, dass der KI-Hype eben nicht nachfragegetrieben ist, sondern vor allem im vorgeschriebenen Tempo von ihren Profiteuren gepusht wird, sorgt für die nötige Lässigkeit und auch Experimentierfreude im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Einige wenige nominierte Cases sind gekennzeichnet von dieser Leichtigkeit. Aber greifen wir nicht vor.
Äpfel, Birnen und so weiter
Obwohl das veranstaltende Content Marketing Forum die Genres „Print Magazine“ und „Influencer Kooperationen“ mit dem BCP und dem BICC bereits klug ausgegliedert hat, ist die Bandbreite der eingereichten Cases für eine normalsterbliche Jury schwer zu stemmen. Wie vergleicht man beispielsweise in der Kategorie „Interne Kommunikation & Employer Branding“ klassische Online-Magazine für Mitarbeitende mit einer TikTok-Kampagne für Azubis, einer „Salenovela“ und Filial-Aktivierungen in Sachen Arbeitgebermarke? Puhhh.



Zum Storytelling rund um die Aktion gehört auch, dass Ikea Österreich 90 Mitarbeitende zu „Schlafexperten“ hat ausbilden lassen und sich der Influencer Michael Buchinger am internationalen Tag des Schlafs im Container niederließ und darüber auf Instagram berichtete. Amtliche 2.750 Likes heimste der Beitrag ein, immerhin einem Prozent der Buchinger-Follower hat die Aktion offenbar aktiv gefallen.





